Im Notfall:

 

Notarzt Tel: 112

 

Arzt - Notdienst

 

Dienstapotheke

     Besucher

Medizinische Infos

 

 

Hier erhalten Sie Hintergrundinformationen zu ausgesuchten Themen. Sollten Sie noch weiteren Informationsbedarf haben, sprechen Sie uns bitte jederzeit in der Sprechstunde an oder schicken Sie uns eine Email.

 
  • erhöhte Harnsäure-Werte

     

    Ein erhöhter Harnsäurespiegel kann die Folgeerkrankung Gicht nach sich ziehen - eine durchaus schmerzhafte Angelegenheit.


    Harnsäure ist das Abbauprodukt des Purinstoffwechsels. Purine sind Bausteine der der Erbinformationen in den Zellkernen. Das heißt: Mit dem Verzehr von Nehrungsmitteln, die viele Zellkerne enthalten, nehmen wir Purine zu uns. Fleisch, vor allem Innereien, aber auch einige pflanzliche Nahrungsmittel beinhalten viele Purine, die zu einer Erhöhung der Harnsäurewerte im Körper führen können.

    Die Ausscheidung von Harnsäure erfolgt zum grössten Teil über die Nieren (70-80%), der Rest wird über den Darm ausgeschieden. Eine Hyperurikämie (erhöhter Harnsäurewert im Blut) entsteht, wenn Harnsäure vermehrt gebildet oder vermindert ausgeschieden wird. Eine Hyperurikämie verläuft oft ohne Schmerzen und wird dadurch nicht immer sofort entdeckt.

     
    Gicht
    Ist der Harnsäuregehalt im Blut länger und über einen bestimmten Wert erhöht, bilden sich Harnsäurekristalle. Dies pasiert besonders in ganz bestimmten Rahmenbedingungen, wie sie zum Beispiel die Gelenkflüssigkeit bietet. Darum macht sich ei Gichtanfall meistens durch eine schmerzhafte Schwellung/Rötung von Gelenken bemerkbar. Ein Gichtanfall kommt meistens plötzlich und unangemeldet - häufig während des Schlafs - und äussert sich durch starke Schmerzen und Schwellung im betroffenen Gelenk (oft im grossen Zeh). Kristalle können aber auch im Gewebe ausserhalb der Gelenke abgelagert werden und auch hier eine schmerzhafte Entzündung auslösen.

     

    Vorbeugung

    Ein akuter Gichtanfall muss in jedem Fall ärztlich abgeklärt und behandelt werden. Zur Vorbeugung von weiteren Anfällen sollten ausserdem gemeinsam mit dem Arzt Risikofaktoren ermittelt und angegangen werden. Zu den Risikofaktoren gehören die Einnahme spezifischer Medikamente, Übergewicht, Alkoholkonsum und unausgewogene Ernährungsgewohnheiten. Auslöser von Gichtanfällen, wie übermässiger Alkoholgenuss und üppiges, purinreiches Essen sollten vermieden werden. Weitere Risikofaktoren: Diabetes, Insulinresistenz, genetische Prädisposition.

     

    Therapie

    Im akuten Anfall wird Ihnen der Arzt bestimmt Medikamente rezeptieren. Anschließend gilt es, den Harnsäurewert mittels Umstellung der Lebensgewohnheiten niedrig zu halten. Sollte dies nicht ausreichen, können unterstützend Medikamente eingesetzt werden.

     

    Ernährung und Gicht
    Die bei Gicht empfohlene Änderung des Ess- und Trinkverhaltens ist eine begleitende Massnahme und oft Schwerpunkt der Therapie. Ihr Ziel ist in erster Linie, die Konzentration der Harnsäure im Blut und deren Auskristallisierung zu verringern.
    Die Trinkmenge sollte pro Tag mindestens 2 Liter betragen, um die Ausscheidung der Harnsäure via Niere und Urin zu unterstützen. Ungezuckerte, alkoholfreie Getränke sind vorzuziehen. Der Konsum von fruchtzuckerhaltigen Getränken (wie z.B. Limonaden) sollte möglichst eingeschränkt werden, da eine hohe Zufuhr von Fruchtzucker die Harnsäurekonzentration im Blut zu erhöhen scheint. Dies betrifft vor allem mit Fruchtzucker und/oder Fruktosesirup gesüsste Limonaden.
    Alkoholische Getränke, insbesondere Bier und Spirituosen, sollen möglichst ganz weggelassen werden. Alkohol erhöht die Harnsäurekonzentration im Blut, indem er die körpereigene Produktion erhöht und gleichzeitig die Ausscheidung hemmt. Bier enthält neben Alkohol auch Purine. Daher enthält alkoholfreies Bier ebenfalls Purine und ist als Ersatz nicht geeignet. Wein enthält keinerlei Purine.
    Kaffee – mit und ohne Koffein – scheint einen positiven Einfluss auf die Harnsäurewerte zu besitzen; andere koffeinhaltige Getränke wie z.B. Tee hingegen nicht. Der Konsum von Kaffee muss daher im Zusammenhang mit Gicht nicht eingeschränkt werden.
    Der Verzehr von Fleisch, Innereien, Fisch und Meeresfrüchten erhöht den Harnsäurespiegel und sollte daher auf ein Minimum eingeschränkt werden.
    Milchprodukte hingegen regen die Ausscheidung von Harnsäure an. Dieser Effekt wird auf die Milchproteine (Kasein, Laktalbumin) zurückgeführt. Es sind allerdings fettarme Lebensmittel zu bevorzugen, da eine hohe Fettzufuhr die Entstehung so genannter Ketonkörper begünstigt, welche die Ausscheidung der Harnsäure über die Niere hemmen.
    Da der Konsum an purinreichen Lebensmittel wie Fleisch und Fisch bei Gicht eingeschränkt werden muss, sind pflanzliche Eiweissquellen wichtig. Tierisches Protein ist meist besser verwertbar als pflanzliches. Geschickte Kombinationen von pflanzlichen Lebensmitteln steigern jedoch die Verwert-barkeit der Eiweisse für den Körper: Beispielsweise Ei mit Kartoffeln in einem Kartoffelgratin oder Milch mit Getreide in einem Birchermüesli.
    Pflanzliche Purinquellen, wie z.B. Hülsenfrüchte, haben, entgegen früherer Meinung, keinen Einfluss auf die Entstehung von Gicht und müssen nicht eingeschränkt werden.

     

    Welche Nahrungsmittel geeignet bzw. ungeeignet sind, können Sie ganz einfach unter Eingabe von "purinreiche lebensmittel" in einer Suchmaschiene, wie beispielsweise www.Google.de finden.

    Körpergewicht und Gicht
    Übergewichtige Personen leiden häufiger an Gicht als Normalgewichtige. Eine mögliche Erklärung dafür ist die übergewichtsbedingte Insulinresistenz, welche einen negativen Einfluss auf den Harnsäurespiegel hat. Auch ein erhöhter Blutdruck, welcher häufig in Kombination mit Übergewicht vorkommt, wirkt sich ungünstig auf die Harnsäurekonzentration aus. Eine Gewichtsreduktion kann dem entgegenwirken. Von einer raschen Gewichtsreduktion, insbesondere auch vor Fasten, ist jedoch dringend abzuraten. Der mit Fasten verbundene Muskelabbau erhöht den Purinabbau und damit den Harnsäuregehalt im Blut. Das wiederum provoziert einen Gichtschub.

     

  • Stuhluntersuchungen

     

    Bei bestimmten Magen-Darm-Erkrankungen kann es sinnvoll sein, den Stuhl auf bestimmte Inhaltsstoffe zu untersuchen. Hieraus lassen sich oft Rückschlüsse auf Krankheitsursachen schließen.

    Hierzu gehören der Test auf nicht sichtbare Blutspuren ("okkultes Blut"), der Test auf ein bestimmtes Magenprobleme verursachende Bakterium (Helicobacter Pylori) und die allgemeine Suche nach abnormalen Stuhlbestandteilen (wie beispielsweise Pilze, Bakterien, Würmer etc.).

    Auch kann mittels Stuhluntersuchung die Darmflora (die natürliche und gesunde Besiedlung des Darmes mit Pilzen und Bakterien) beurteilt werden.

     

    Test auf okkultes Blut

    Ist der Test positiv, so weist dies auf eine Blutung im Magen-Darm-Trakt hin. Dies kann mehrere Ursachen haben, die jedoch allesamt abklärungsbedürftig und ggf. therapiebedürftig sind.

    Sie erhalten von der Praxis Briefchen, die auf einer Seite mit "Patient" beschriftet sind. Hier schmieren Sie etwas Stuhl auf die dafür vorgesehenen Flächen und verschliessen das Briefchen wieder. Bitte bringen Sie das Briefchen mit in die Praxis: Hier werden wir für Sie in einem Schnelltest innerhalb von 5 Minuten herausfinden, ob sich Blutbestandteile im Stuhlgang nachweisen lassen.
    WICHTIG: Bitte informieren Sie uns, wenn Sie Eisenpräparate einnehmen ! Diese können das Testergebnis u.U. verfälschen !

     

    Stuhl auf pathogene Keime

    Sie füllen bitte etwas Stuhl in das dafür vorgesehene Röhrchen ab, verschließen dieses und bringen dieses mit in die Praxis. Wir schicken die Probe weiter zu einem Labor, welches den Stuhl mikrospoisch untersucht und versucht verschiedene Keime auf Spezialnährböden zu züchten und damit nachzuweisen. Dieser Prozess dauert jedoch einige Tage. Das Ergebnis besprechen wir dann ausführlich mit Ihnen.

     

     

  • Gelenkbeschwerden - Was tun ?!?
     

    Hier erhalten Sie Hintergrundinformationen, Verhaltenstipps und Übungsanleitungen zu den verschiedenen Gelenkbeschwerden. Bitte beachten Sie, daß diese Übungen keinen Arztbesuch ersetzen können und unter Umständen negative Folgen haben können. Fragen Sie im zweifelsfall bitte ERST in der Sprechstunde nach, ob die genannten Übungen für Sie sinnvoll sind oder nicht.

    Bitte klicken Sie auf das Thema Ihrer Wahl.

     

    Die Bögen wurden uns freundlicherweise von der Firma MEDA-Pharm zur Veröffentlichung freigegeben.

Beschwerden der Halswirbelsäule (HWS)
Uebungsanleitungen_HWS.pdf
PDF-Dokument [538.3 KB]
Beschwerden der Lendenwirbelsäule (LWS)
Uebungsanleitungen_LWS.pdf
PDF-Dokument [538.1 KB]

Anrufen

E-Mail

Anfahrt